An apple a day keeps the doctor away…
Was steckt hinter dieser Redewendung, und welche Auswirkungen haben Äpfel auf unsere Gesundheit?
Trotz modernster Technik hat man noch nicht alle Inhaltsstoffe eines Apfels bestimmen können, doch man weiß im allgemeinen um die gesundheitsfördernde Wirkung dieser beliebten Frucht.
Wir wollen hier einige Erkenntnisse aus der Wissenschaft betrachten.
Äpfel sind reich an löslichen Ballaststoffen:
Die löslichen Ballaststoffe können eine große Menge Wasser aufnehmen und speichern, so tragen sie zum Sättigungsgefühl bei. Im Darm angekommen sind sie eine beliebte Nahrung für die «guten» Darmbakterien, von denen sie nahezu vollständig zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut werden. Diese dienen der Dickdarmschleimhaut als Nahrungsquelle und helfen so, die Barriere gegenüber schädlichen Keimen aufrecht zu erhalten.
Sie binden auch Gallensäuren, und somit auch das darin enthaltene Cholesterin. Auf diese Weise wird der Entstehung von Gallensteinen entgegengewirkt. Der Körper wird nun angeregt, neue Gallensäuren zu produzieren, wozu vor allem LDL-Cholesterin verwendet wird.
...und an unlöslichen Ballaststoffen:
diese erfordern ein intensives und längeres Kauen und tragen ebenso zu einer Sättigung bei indem sie das Volumen der Nahrung erhöhen und die Verweildauer im Magen verlängern, ohne Kalorien zu liefern, was eine Gewichtsabnahme unterstützt.
Im Darm angekommen üben sie einen Reiz auf die Darmwand aus, die Peristaltik wird angeregt und die Verweildauer des Nahrungsbreis im Darm verkürzt sich, Stoffe, die gesundheitsgefährdend sind, haben auf diese Weise sehr viel kürzeren Kontakt zur Darmwand, sie werden schneller ausgeschieden. Deshalb verringern Ballaststoffe das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, Verstopfung tritt seltener auf. Allerdings muss der Körper dazu gut mit Flüssigkeit versorgt sein.
Ebenso senkt der Verzehr von Ballaststoffen den Blutzuckergehalt des Blutes, indem sie die Aufname von Kohlenhydraten aus dem Darm in das Blut verzögern, der Blutzuckerspiegel kann so über längere Zeit konstant eher niedrig gehalten werden, das wirkt sich positiv bei Diabetes aus. Wir fühlen uns länger satt, der nsulinspiegel steigt langsamer an. Dennoch sollten Menschen, die zu einem hohen Blutzuckerspiegel neigen, eher auf weniger süße Apfelsorten zurückgreifen.
Forscher der Universität Marseille in Frankreich fanden in einer Studie an mehr als 12 000 Menschen heraus, dass die tägliche Aufnahme von 30g Ballaststoffen oder mehr das Risiko von Herzkranzgefäßerkrankungen um 34% senkt, ebenso stellten sie eine Abnahme von Herzinfarkten um 27% fest.
Eine ballaststoffreiche Ernährung wirkt sich sogar positiv auf den Blutdruck aus, so konnte man in verschiedenen Studien beobachten, dass Teilnehmer, die regelmäßig eine ausreichende Menge an Ballaststoffen zu sich nahmen, seltener Blutdruck entwickelten verglichen mit denen, die eine geringere Menge an Ballaststoffen zu sich nahmen.
Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin und der Charité Universitätsmedizin Berlin fand heraus, dass während des Verdauungsprozesses von Ballaststoffen Propionsäure entsteht. Diese ist unter anderem in der Lage, Entzündungen zu lindern und hemmt die T-Helferzellen des Immunsystems, diese lassen bei Entzündungen den Blutdruck auf ein ungesundes Maß steigen.
...Äpfel fördern auch die Zahngesundheit:
Durch das Kauen von Äpfeln wird das Zahnfleisch stimuliert und gereinigt, ebenso die Zähne, die Speichelproduktion wird dadurch angeregt. Während die Zähne so umspült werden, werden schädigende Säuren abgepuffert, die sonst den Zahnschmelz angreifen und so Karies fördern würden.
Äpfel wirken sich auf verschiedenen Wegen positiv auf unsere Gesundheit aus, somit hat sich das alte Sprichwort, das seinen Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat, als wahr erwiesen.
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